Dezember

Sonderführung am 2. Weihnachtsfeiertag

„Erdings Vielfalt entdecken – Feiertags-Rundgang durch das Museum Erding“

Mittwoch, 26.12.2018 um 15 Uhr

Eintritt (mit Führung): 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

Führung: Harald Krause, Museumsleiter

Besuchen Sie am 2. Weihnachtsfeiertag das Museum Erding und lernen Sie die Kulturgeschichte Erdings einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Museumsleiter Harald Krause wird Sie in einem kurzweiligen Rundgang durch die Ausstellungen führen. Tauchen Sie in die spannende archäologische Vorgeschichte von Kelten, Römern und Bajuwaren ein. Lernen Sie in der Abteilung Stadtgeschichte den Beginn sowie das Werden und Wachsen der letzten 800 Jahre Erdings kennen. Bedeutende Erdinger Handwerke, wie das der Loderer und der Glockengießer, prägten die Wirtschaftskraft der Stadt neben der Getreideschranne nachhaltig mit. Sie machten Erding weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Den Abschluss bildet ein Blick in die bunte Welt der Erdinger Kunstszene, beginnend bei der profanen Volkskunst bis hin zu den „Schönen Künsten“ der Moderne und Postmoderne.

Der einstündige Rundgang ist auch für Familien und Kinder bestens geeignet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Januar

Montag, 14.01.2019 um 20 Uhr

9. Archäologischer Neujahrsempfang


Februar

Kalligraphie- Kurs im Museum Erding

„Die Unzialis – eine historische Schrift im modernen Gewand“

Freitag, 8.2.2019, 18.30 bis 21 Uhr

Samstag, 9.2.2019, 10 bis 17 Uhr (mit Mittagspause)

Kurs bereits ausgebucht! Weiterer Termin am 22.02./23.02. siehe unten.


Kalligraphie- Kurs im Museum Erding

„Die Unzialis – eine historische Schrift im modernen Gewand“

Freitag, 22.2.2019, 18.30 bis 21 Uhr

Samstag, 23.2.2019, 10 bis 17 Uhr (mit Mittagspause)

Anmeldung an Museum Erding (08122 408158 oder museum@erding.de)

Der Kurs ist auf maximal 10 Teilnehmer/innen begrenzt und richtet sich an Erwachsene. Kalligraphie-Vorkenntnisse sind keine erforderlich.

Kosten: 50 Euro zuzüglich 10 Euro Materialkosten

Kursleitung: Martha Schmitt, Erding

Das Museum Erding bietet erstmals einen zweitägigen Kalligraphie-Kurs mit der Erdinger Martha Schmitt an. Kalligraphie – meist denkt man bei diesem Begriff an chinesische, japanische oder arabische Schriftkunst. Aber auch die kunstvoll illuminierten mittelalterlichen Schriften des Abendlandes fallen dem Kunstinteressierten ein. Es gibt jedoch auch eine durchaus moderne abendländische Kalligraphie, deren Grundlage zwar die traditionellen Schriften bilden, die aber weit gefächerte kreative Möglichkeiten bietet, vom exakt geschriebenen Text bis zur nicht mehr lesbaren Grafik, der ein Text zu Grunde liegt.

Die Teilnehmer werden im ersten Teil des Kurses diese historische Schrift erlernen, die sich aufgrund der wenigen unterschiedlichen Formen relativ schnell erfassen lässt. Im Anschluss werden größere, ungewöhnliche Werkzeuge und farbige Tinten, um ein lebendig gestaltetes Kalligraphiebild anzufertigen verwendet. Dafür sollten die Teilnehmer/innen einen kurzen Text mitbringen, der ihnen etwas bedeutet. Das können einige Prosazeilen oder eine Strophe eines Gedichtes sein, ebenso wie ein frei verfasster eigener Text. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Zum Abschluss des Kurses können die Teilnehmer nicht nur viel Erfahrung sondern auch ein eigenes, sehr persönliches Schriftstück mit nach Hause nehmen.

Foto: Martha Schmitt

 

Wie Sie die Räumlichkeiten des Museums nutzen können, erfahren Sie hier.

Sonderausstellung verlängert bis 31.01.2019!

Sonderausstellung im Rahmen des gemeinsamen Ausstellungsthemas der „Landpartie – Museen rund um München“: Identität(en)

Unser Schöner Turm. Stadttor – Wahrzeichen – Marke

11. Mai 2018 bis 31. Januar 2019

Er ist nicht einfach nur ein Turm – der „Schöne Turm“ in Erding. Er ist das Wahrzeichen der altbayerischen Herzogstadt schlechthin. Das Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler beschreibt ihn als einen der schönsten Tortürme Südbayerns: ein viergeschossiger gotischer Backsteinbau mit zwei Ecktürmchen und Spitzbogen der Landshuter Bauschule und als Zwiebelhaube eine barocke, holzschindelgedeckte Kuppel mit Laterne über vier Kielbogengiebeln. Er ist das letzterhaltene von vier Stadttoren und bildet gemeinsam mit Stadtturm, Frauenkircherl und Heiliggeist-Kirche bis heute die eindrucksvolle Turmsilhouette der mittelalterlichen Altstadt Erdings. Als Teil der wehrhaften Stadtbefestigung wurde er erstmals 1403 urkundlich erwähnt und führte seitdem verschiedene Namen: „Oster Tor“ und „Landshuter Tor“; 1650 ist in den Archivalien vom Tor „mit dem schönen hochen Thurn“ die Rede.

Die Sonderausstellung widmet sich der Funktion des Schönen Turms als „Tor zur altbayerischen Welt“. Neben einer architektonischen Zeitreise zur Baugeschichte anhand von historischen Ansichten liegt der Schwerpunkt auf künstlerischer Darstellung und fotografischer Dokumentation des Erdinger Wahrzeichens. Dabei richtet sich der Blick auf das „In“ und „Vor“ der einst mit Gräben und Stadtmauer umfriedeten „Wittelsbacher Wasserburg Erding“ im Tal der Sempt.

Erste Fotoaufnahmen des Schönen Turms liegen bereits aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor. Bis heute ist er die meistfotografierte Sehenswürdigkeit Erdings und wurde auch in der Vergangenheit gerne gezeigt, ob als Filmkulisse („Quax der Bruchpilot“, in der Hauptrolle mit Heinz Rühmann) oder bei den überregional bekannten „Schwedenspielen“, aber auch als Propagandakulisse im nationalsozialistischen Deutschland.

In der Ausstellung werden nie realisierte Umbaupläne des Torturms, u. a. im Zuge der „autofreundlichen Stadt“ der 1960er Jahre, gezeigt. Ebenso wird auf den Schönen Turm als Marke eingegangen, denn er ziert nicht nur unzählige Postkarten, Teetassen und andere Souvenirs, sondern wurde und wird auch noch heute von ortsansässigen Firmen und Brauereien bewusst als Marke mit hohem Wiedererkennungswert genutzt. Dies zeugt von der identitätsstiftenden Verbindung der Stadtgemeinschaft mit „ihrem“ Schönen Turm.