Führungen

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Öffentliche Abendführung im Museum Erding:

Mittwoch, 20.2.2019 um 19 Uhr

„Spangenbarrenhort Oberding – Wohlbehalten zurück und hunderttausendfach bestaunt“

Führung: Harald Krause, Museumsleiter

Der Spangenbarrenhort aus Oberding, Europas größter Kupferschatz aus der Frühbronzezeit (um 1650 v. Chr.) – ist seit Ende Januar zurück in Erding. Der Fundkomplex war seit September 2018 als Leihgabe in der Bundesausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellt. Die Ausstellung bildete 2018 den Höhepunkt des Europäischen Kulturerbejahres unter dem Motto „Sharing Heritage“. Über 70 Leihgeber hatten ihre besten Stücke aus den Vitrinen geräumt und nach Berlin gebracht, die in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland entdeckt wurden. Wie die Ausstellungsmacher in Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz) auf Nachfrage mitteilten, wurden in den knapp vier Monaten Laufzeit über 120.000 Besucher in Berlin gezählt. Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Franz-Walter Steinmeier, der bei der Eröffnung betonte, dass „wir unser enormes Wissen auch an die kommenden Generationen weitergeben müssen“. Die Archäologie und die Museen nehmen hier einen besonderen Stellenwert ein, die „sprachlose Bodenfunde nicht stumm bleiben lässt“. Besonders hob Steinmeier das „große Interesse in der breiten Bevölkerung am Thema Archäologie“ hervor und betonte, „dass das Ehrenamt hier einen großartigen Beitrag“ leiste.

Seit wenigen Tagen nun ist der spektakuläre Fund wieder im Museum Erding ausgestellt. Wohlbehalten ist er mit einem Kunsttransport wieder in Erding eingetroffen. Der Wiedereinbau der Objekte erfolgte durch den Restaurator Jörg Stolz mit Unterstützung der Doktorandin Sabrina Kutscher von der LMU München gemeinsam mit Museumsleiter Harald Krause.

Die Abendführung von Harald Krause beleuchtet die Entdeckungsgeschichte im Zuge des Baus eines Einfamilienhauses in Oberding sowie über die aktuellen Forschungsergebnisse der zahlreichen Kooperationspartner des Museums Erding. Seine Entdeckung war 2014 eine Sensation: 796 Kupferbarren mit einem Gesamtgewicht von über 80 kg aus der Frühen Bronzezeit. War es ein Versteck? Ein Materiallager eines Handwerkers? Oder sogar eine Gabe an die Götter? Und aus welchen Bergbaurevieren kam eigentlich das Kupfer?

Die Spangenbarren aus Oberding gelten als einer der frühesten Nachweise für die Anwendung des Dezimalsystems im komplexen Wirtschaftssystem der Frühbronzezeit Mitteleuropas. Denn die Barren wurden sauber zu Zehnerbündeln geschnürt am Rande einer Abfallgrube deponiert – und aus heute unbekannten Gründen nicht mehr gehoben.

Eintritt (mit Führung) 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Museumsleiter Harald Krause beim Wiedereinbau der Spangenbarren im Museum Erding (Foto: Museum Erding)

Donnerstag, 21.03.2019 um 14:00 Uhr

Museum light: Der Klang der Erdinger Glocken - ein Rundgang durch die Abteilung "Glockengießer"!

Eine halbe Stunde Führung, eine halbe Stunde Gedankenaustausch im Museumscafé bei einer Tasse Kaffee (im Preis inbegriffen).

Führung: Harald Krause, Museumsleiter

Kosten: Eintritt inkl. Führung und eine Tasse Kaffee 5 €, ermäßigt 4 €

Keine Anmeldung notwendig.

In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk ím Landkreis Erding e. V.