Über das Museum Erding

Den Grundstock für das heutige Museum und seine bedeutende Sammlung legte bereits 1856 der Erdinger Schuhmachermeister Anton Bachmair. Damit zählt es mit seiner über 150-jährigen Geschichte zu den ältesten kommunalen Museen in Bayern. In den folgenden Jahrzehnten war es in verschiedenen Räumlichkeiten untergebracht: Im alten Rathaus, in der Schrannenhalle und im neuen Rathaus. Während des Zweiten Weltkriegs war es über 10 Jahre ausgelagert. Seit 1986 befindet es sich im Antoniusheim in der Prielmayerstraße. Mit dem modernen Neubau hat es eine wichtige Erweiterung erhalten.

Das alte Gebäude erscheint erstmals auf dem Kupferstich Michael Wenings von 1711. Es wird dort als „Wildburgische Behaußung“ bezeichnet. auf. 1646 musste der Spitalhof (er gehörte als Ökonomiegebäude zur
Hl.-Geist-Spitalstiftung) verkauft werden. Adam von Wildburg baute das Haus um und ließ den Garten neu herrichten. Das Gebäude wurde später von der Hl.-Geist-Stiftung zurückgekauft. Von 1855 bis 1972 diente es als „Kinderbewahranstalt“, also als Kindergarten. Wegen des Wandgemäldes an der Hauptfassade mit der Darstellung des Hl. Antonius wird es „Antoniusheim“ genannt. Der museumsgerechte Umbau des historischen Gebäudes ist ein weiterer Beitrag der Stadt Erding zur Denkmalpflege.

Im Neubau sind Dauerausstellungen Glockengießer und Lodererhandwerk zugänglich. Der Altbau beherbergt im Ergeschoß die Abteilungen Archäologie und Stadt.Entwicklung und im ersten Stock die Ausstellungen Kunst und Künstler, sowie Alltagsgeschichten.